Was bedeutet Mangelernährung?
Der Begriff Lebensmittel kommt nicht von ungefähr: Ohne ein Mindestmaß an Energie und
Nährstoffen, die wir über unsere Nahrung aufnehmen, kann unser Organismus seine
körperlichen und geistigen Funktionen nicht aufrecht-
erhalten. Führen wir dem Körper
nicht ausreichend Nährstoffe zu, drohen Schwächezustände sowie Störungen im
Stoffwechsel mit ernsthaften Folgeerkrankungen. Zudem steigt das Risiko für Infekte.
Liegt das Defizit an Nährstoffen darin begründet, dass insgesamt zu wenig gegessen
wird, spricht man von einer quantitativen Mangelernährung. Der Mangelzustand kann
jedoch auch durch die fehlende Qualität der Nahrung verursacht werden. Das bedeutet,
dass auf Grund einer unausgewogenen Nahrungszusammen-
setzung der Bedarf an ganz bestimmten Nährstoffen nicht gedeckt wird.
Sowohl die quantitative als auch die qualitative Mangelernährung beziehungsweise
die Gefahr ihrer Entstehung betrifft viele betagte und hochbetagte sowie kranke und
pflegebedürftige Menschen. Während sich eine anhaltende quantitative
Unterversorgung in Form einer Gewichtsabnahme deutlich bemerkbar macht, ist der Mangel an
speziellen Nährstoffen wie Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen
auf den ersten Blick sehr viel weniger offensichtlich.
Folgen der Mangelernährung
Die Folgen einer unbehandelten Unter- oder Mangelernährung sind weit reichend.
Umfang und Schwere hängen von Ausmaß und Dauer des Nährstoffmangels ab.
Unspezifische Symptome wie Schwäche, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Antriebsarmut
treten bereits bei einer leichten Mangelernährung auf. Ein anhaltendes Nährstoffdefizit
hat starke körperliche Beeinträchtigungen und Störungen wichtiger
Organfunktionen zur Folge.
Bei mangelernährten Menschen steigt die Anfälligkeit für Krankheiten. Sie sind
zunehmend auf Pflege angewiesen und büßen einen erheblichen Teil an Lebensqualität
ein.
Der Körper benötigt kontinuierlich Energie, um all seine lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Stoffwechsel,
Kreislauf und Temperaturregulierung aufrechtzuerhalten. Durch geringere Stoffwechselaktivität, aber auch
verringerte körperliche Aktivitäten sinkt mit dem Alter der Energiebedarf. Er steigt allerdings in Folge von
Erkrankungen und Infektionen erheblich an, so dass, bedingt durch eine unzureichende Nahrungsmenge und veränderte
Essgewohnheiten, die ausreichende Energieversorgung häufig nicht gewährleistet ist.